Polo 20VT

Die Frage nach dem warum man in ein altes Auto noch soviel Geld steckt ist nicht einfach zu beantworten. Ich versuche es mal zu erklären. Seit dem ersten Polo bin ich von diesem Fahrzeug begeistert. Es ist ein kleines eher unscheinbares Auto dem man keine großen Fahrleistungen zutraut. Bei dem ersten Umbau mit dem 16V Motor habe ich viel Zeit und Geld investiert, das ich bei einem Verkauf nicht mehr sehen würde. Das Ergebnis von diesem Umbau war für mich sehr zufriedenstellend und hat auch in der Szene einiges Aufsehen bewirkt. Dieses Auto wollte ich auf jeden Fall behalten und weiterfahren. Da der Motor schon leichte Anzeichen eines Defektes zeigte und die genaue Laufleistung von diesem Motor unklar war schaute ich mich nach einem Ersatz um. Dieses Triebwerk habe ich nicht in dem Orginalfahrzeug gekauft, sonder dieser war dort schon einmal Umgebaut worden. Also ein “ausgebauter” Motor, der wie alle solche Motoren 70 tkm hat. Dann bin ich noch einmal 140 tkm damit gefahren und beim Umbau habe ich anhand der Motornummer und der dazugehörenden Elektrik das wahre Baudatum von ‘89 auf ‘86 revidieren müssen. Alles in allem komme ich auf eine echte Laufleistung von rund 300 tkm, welches doch für die erstaunliche Zähigkeit dieses Teiles spricht.

Aber was soll als Ersatz her? Es soll ja auch nicht Unsummen von Geld kosten. Ein 1.8l 20V Turbo aus dem VW oder Audi Regal wäre nicht schlecht, nur die kosten mit vertretbaren Laufleistungen immer noch ordentlich Geld. Eines Tages im November 2002 hat mich der Frank F. auf eine Kleinanzeige in einem Seat-Forum aufmerksam gemacht, in der ein Seat Ibiza Cupra mit einem solchen Treibwerk angeboten wird. Nach dem Abfragen der üblichen Daten, klang das ganze recht Interessant: Bj. 2001, 25 tkm, 156 PS, 2500 €, Überschlagunfall. Also Termin gemacht, Transportanhäger besorgt und den Haufen Elend mal angeschaut.

Da alle Teile die ich für den Umbau benötige noch vorhanden waren und ich den Preis noch auf 2350 € drücken konnte, hatte ich keine andere Wahl als diesen Seat mitzunehmen.

Nun galt es alle benötigten Teile auszubauen und die restlichen Trümmer zu entsorgen.

Und wo macht man sowas? in einem Kelterhaus bei max. 8 Grad Außentemperaturen. Ich hatte zum Glück einen Helfer.

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